Handlungsempfehlungen der Expertenkommission "Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt - Fachverband Medienabhängigkeit bezieht Stellung
Mit dieser Stellungnahme beziehen wir Position zu den aktuellen Handlungsempfehlungen der Unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Bisherige Ansätze zur Prävention von Medienabhängigkeit konzentrieren sich vor allem auf Verhaltensprävention. Individuelle Aufklärung, Kompetenzförderung und Unterstützung bleiben auch künftig unverzichtbar. Aus Sicht des Fachverband Medienabhängigkeit e.V. muss ebenfalls die Verhältnisprävention deutlich stärker fokussiert werden. Medienabhängigkeit wird nicht nur durch individuelles Verhalten, sondern auch durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen beeinflusst, die eine intensive Mediennutzung teilweise gezielt fördern. Die Verantwortung darf deshalb nicht allein bei den Nutzer*innen liegen. Eine wirksame Prävention muss beide Ebenen verbinden: die Stärkung individueller Kompetenzen sowie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen. Daher begrüßt der Fachverband Medienabhängigkeit die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“, schlägt jedoch eine Priorisierung bestimmter Forderungen vor.
Stellungnahme des Fachverbands Medienabhängigkeit zu den Handlungsempfehlungen